Veranstaltung – Der Junge mit dem Engelsblick

Der Junge mit dem Engelsblick

Der Junge mit dem Engelsblick ist heute 55 Jahre alt und konnte das Foto, welches Sie vorne sehen, in seine jetzige Welt hinüber retten. Das Foto entstand in einer aufwendigen Prozedur um „die Ware Kind“ besser in Pädophilenkreisen anbieten zu können.

Frank, der als Kind über viele Jahre für sexuelle Missbrauchszwecke durch seinen Vater verkauft wurde.

Er hat dieses Martyrium überlebt, hat es geschafft trotz vieler Narben heute ein einigermaßen zufriedenstellendes Leben zu führen und ist in der Lage in dieser Veranstaltung darüber zu sprechen.

Eigentlich ist es eine Lesung der Texte, die er niederlegen konnte.

Ein Teil der Texte wurde schon einmal hier an der VHS am 01.06.2018 vorgetragen, ein anderer Teil wurde verändert, und ein weiterer Teil neu geschrieben. Das Schreiben hat auf Frank befreiende Wirkung und ist ein therapeutischer Prozess, der noch immer nicht abgeschlossen ist.

Schmerzhafte Erinnerungen

So gab es zum Beispiel nach dem 1. Vortrag neue und häufig mit Schmerzen verbundene Erinnerungen, die Szenen klarer werden ließen, wo er Zusammenhänge deutlicher erkannte und die letztendlich zu seiner Heilung beitragen.

Die Aufführung besteht aus folgenen Elementen:

  1. Das Vorwort gesprochen von Peter Riecke.
  2. Der Betroffene trägt – in meist sarkastischer Form – vor, was er erleiden musste, welche Perversionen die Missbraucher hatten, welche Rolle dabei seine Eltern spielten und welche Spätfolgen er ertragen musste.
  3. Die Diplom-Psychologin Ulrike Giernalczyk gibt den sachlichen Rahmen und die fachliche Aufklärung von Phänomenen, die mit dem Kindesmissbrauch verbunden sind.
  4. Volker Kreft und Franz Winkelmann versuchen mit passender Musik der Thematik die Schwere zu nehmen.
  5. Sprecherinnen: Conny Sommer & Isolde Hanke

Der Verein Raphael wird seine Arbeit kurz skizzieren und es gibt die Möglichkeit,
Basarprodukte des Vereins käuflich zu erwerben.

Beitrag in der Lokalzeit Dortmund vom 21. Februar 2019

Begutachtung Erwachsener, die in der Kindheit traumatisiert wurden

Im Handbuch „Trauma und Dissoziation – Interdisziplinäre Kooperation für komplex traumatisierte Menschen“ von Claudia Fliß und Claudia Igney (Herausgeber), Pabst Science Publishers, 2008, veröffentlichte Diplom-Psychologin Ulrike Giernalczyk folgenden Artikel:

5.5.  Aussagepsychologische Begutachtung Erwachsener, die in der Kindheit traumatisiert wurden

5.5.1. Vorwort

Erwachsene, die in ihrer Kindheit Gewalt erlebt haben, treten manchmal in einem  Strafverfahren als Zeugen auf. Der Aussage des Opfers kommt in vielen Fällen eine große Bedeutung zu, insbesondere wenn es keine anderen Beweise wie Tatortspuren oder weitere Zeugenaussagen gibt. Wenn das Gericht die „Zeugentüchtigkeit“ des Opfers nicht selbst einschätzen kann, z.B. weil das Opfer behindert oder psychisch krank ist, und die Glaubhaftigkeit der Zeugenaussage nicht eingeschätzt werden kann, muss ein Glaubwürdigkeitsgutachten diesen Beweiswert absichern (Stang & Sachsse, 2007). Dann können die Staatsanwaltschaft oder das Gericht eine Glaubwürdigkeitsbegutachtung bei einem psychologischen oder auch psychiatrischen Sachverständigen [1] in Auftrag geben. Der Sachverständige unterstützt mit seinem Fachwissen die Justiz und fungiert als Berater.

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Das Leiden hört niemals auf

Das Leiden hört niemals

Westfalenpost Interview mit Ulrike Giernalczyk

Die unsere Psychologin und Psychotherapeutin Ulrike Giernalczyk hielt zwei Vorträge über den sexuellen Missbrauch von Kindern und die Folgen.

Das Interview können sie in der Westfalenpost nach lesen.

Verein Raphael Logo

Der Zeitungsartikel als PDF:

Interview: „Das Leiden hört niemals auf“ (klicken um den Artikel zu lesen)

 

Zwei Vorträge mit Diskussion am 5. und am 19. November 2015

Zwei Vorträge mit Diskussion mit dem Themnextenschwerpunkt

Sexueller Missbrauch von Kindern.

Die Vorträge fanden im Mehrgenerationenhaus “Ein Haus für Kinder” des Deutschen Kinderschutzbundes – Ortsverband Hagen e.V. in der Potthofstraße 20 statt.

Referentin war Dipl.-Psychologin Ulrike Giernalczyk

  • Erster Vortrag:

Donnerstag, 05. November 2015, 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr. Thema: “Lebenslänglich” Die Auswirkungen vom sexuellen Kindesmissbrauch auf das spätere Leben. Gibt es Heilung oder hört das Leiden nie auf?

  •  Zweiter Vortrag:

Donnerstag, 19. November 2015, 19.30 bis 21.00 Uhr. Thema: “Im Namen des Volkes” Opfer des sexuellen Kindesmissbrauchs im Strafverfahren. Glaubwürdigkeit und Beweis. Welche Schwierigkeiten sind damit verbunden?